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Katrin Hellenthal intern. dipl. Thanatologin |
Ich habe mich zur international zugelassenen Thanatologin/Embalmer ausbilden lassen um für unsere Kunden ein Maximum an Trauerhilfe anbieten zu können. Mein Studium absolvierte ich in Deutschland, Irland und England und habe in London die Abschlussprüfung vor der internationalen Prüfungskommission der IAEE mit Erfolg abgeschlossen. Ich bin Mitglied in den Fachverbänden in England und USA und im Death Care Embalming Team Germany, die bei Naturkatastrophen wertvolle Hilfe leisten. Auch restaurative Wiederherstellung von Unfall-und Anschlagsopfern waren Bestandteil der Ausbildung. Der Beruf des Thanatologen / Embalmer ist in Deutschland, im Gegensatz zum übrigen Europa, leider noch weitestgehend unbekannt. Damit der Grundstock für die Trauerarbeit gelegt ist, helfen Thanatologen den Bestattern.
Fachverbände:
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Eine thanatologische Versorgung erhält den Körper des Verstorbenen in würdiger Weise, ermöglicht die offene Aufbahrung bis zur Beisetzung und gibt die Grundlage für eine Bestattungsfristverlängerung.
Bei Verstorben, die durch Unfälle entstellt wurden, können Thanatologen wertvolle Arbeit leisten, da das Studium die rekonstruktiven Maßnahmen bei Unfalltoten beinhaltet. Dadurch sind wir in der Lage, schreckliche Verletzungen insbesondere im Gesichtsbereich so weit wie möglich abzuschwächen oder bei besonders schweren Entstellungen ganze Bereiche wiederherzustellen. Eine offene Aufbahrung und Abschiednahme ist nun möglich.
Zu Lebzeiten verhindern die natürlichen Abwehrkräfte des Menschen die Ausbreitung von Mikroorganismen. Nach Eintritt des Todes vermehren sich diese ungehemmt und verursachen die unangenehmen Veränderungen des Leichnams, die eine offene Aufbahrung z.T. unmöglich machen. Die thanatologische Versorgung, also die Injektion von präventiven Flüssigkeiten in das arterielle System, die nicht nur bakterientötend wirken sondern auch ein antiseptisches Milieu schaffen, unterdrückt diese unschönen Begleiterscheinungen. In der heutigen Zeit leben Familienmitglieder oft berufsbedingt weit voneinander entfernt und haben sich lange nicht gesehen.
Ist der Verstorbene in dieser Weise versorgt, haben die Angehörigen für eine offene Abschiednahme mehr Zeit und es kann bei Bedarf auch eine Verlängerung der 8-tägigen Bestattungsfrist genehmigt werden. Viele ausländische Mitbürger die in Deutschland versterben, wünschen sich ein Begräbnis in ihrer Heimat. In diesem Fall ist die thanatologische Behandlung Pflicht. Bei Katastrophen wie z.B. Tzunamis oder Erdbeben werden Thanatologen des Deathcare angefordert, die durch ihre Arbeit an den Verstorbenen auch Seuchen wie Diphterie, Thyphus und Cholera eindämmen, bei der Identifizierung der Verstorbenen mitwirken und den Angehörigen die offene Abschiednahme im Heimatland ermöglichen.
Auch eine Totenmaske, die Abformung des Gesichtes eines Verstorbenen kann bei der Trauerbewältigung eine gute Hilfe sein. Sie bewahrt als letztes Bild des Menschen und gilt als Symbol, dass der Tod die innere Verbundenheit mit dem Verstorbenen nicht trennen kann. Wenn der Gedanke an das Bewahren des Antlitzes fremd ist, könnte vielleicht der Abdruck einer Hand oder des Fingerabdruckes ein Symbol Ihrer inneren Verbundenheit werden. Die Einzigartigkeit eines Fingerabdrucks ist nicht zu übertreffen: Die Papillarlinien eines menschlichen Fingers sind unverwechselbar. Auch hierfür sind Thanatologen ausgebildet.